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Begleitveranstaltung zur Ausstellung "Berlin - Minsk. Unvergessene Lebensgeschichten"

„Die dreifach Wiedergeborene.“

Zeitzeugengespräch mit Maja Levina Krapina, Überlebende des Ghettos Minsk

im Mitte Museum Donnerstag, 30. Januar 2013, 17 Uhr


Maja Krapina, Foto: PrivatbesitzDie Ausstellung Berlin-Minsk. Unvergessene Lebensgeschichten stellt neben sechs Biographien Berliner Jüdinnen und Juden, die 1941 in das Ghetto von Minsk deportiert worden sind, auch zwei belarussische Lebensgeschichten vor. Eine dieser Biographien gibt einen Einblick in das Leben der 1935 geborenen Maja Krapina, die zusammen mit ihren Eltern, ihren vier Geschwistern und Großeltern in Minsk lebte. Als die deutsche Wehrmacht im Juni 1941 die belarussische Hauptstadt bombardierte, versuchte Majas Vater vergeblich mit seinen Kindern zu flüchten. Drei Wochen später musste die Familie zusammen mit über 50.000 jüdischen Männern, Frauen und Kindern in das zwei Quadratkilometer große Ghetto ziehen. Während der 28 Monate, die das Ghetto existierte, wurden fast alle von Maja Krapinas Angehörigen ermordet.

Kurz vor der Auflösung des Minsker Ghettos im Oktober 1943 gelang Maja Krapina gemeinsam mit ihrem älteren Bruder und 40 anderen Kindern die Flucht.

Heute lebt Maja Krapina in Minsk und setzt sich dort aktiv als Zeitzeugin für die Erinnerung an die nationalsozialistischen Verbrechen ein.


Programmpunkte:

Vorstellung der IBB-Initiative für eine Gedenkstätte Trostenez

Vortrag zum Ghetto Minsk und zur Vernichtungsstätte Maly Trostenez
Zeitzeugengespräch Maja Krapina mit anschließender Diskussion

<mehr> zur Ausstellung: "Berlin - Minsk"


Eine Veranstaltung der

Humboldt-Universität zu Berlin / Institut für Geschichtswissenschaften / Lehrstuhl für Deutsche
Geschichte des 20. Jh. mit Schwerpunkt im Nationalsozialismus
E-mail: schneiderkristin@web.de und anja.reuss@ymail.com

Die Zeitzeugenreise von Maja Krapina wird von der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung, Zukunft“ gefördert.



Gefördert durch den Solidaritätsfonds der Hans-Böckler-Stiftung sowie der Abteilung der Sonderbeauftragten der Holocaust-Erinnerung, den Beziehungen zu jüdischen Organisationen und Antisemitismusfragen beim Auswärtigen Amt

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