Rosetten-Elemente an der Fassade des Museumsgebäudes in der Pankstraße

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Not about us without us


Juli 2017 bis April 2018


Politische Bildung zu den Völkermorden 
im 20. Jahrhundert

Fortbildung von Multiplikator*innen der 
politischen Bildung (mit Zertifikat), gefördert durch die Stiftung Erinnerung Verantwortung Zukunft
Das August Bebel Institut wird in den kommenden Monaten eine Gruppe von zwölf Multiplikator*innen in der politisch-bildnerischen Vermittlung von Völkermorden des 20. Jahrhunderts ausbilden.
Der Holocaust an den europäischen Juden und der Völkermord an den Roma während des Nationalsozialismus, die diesen vorausgehenden Genozide an Herero und Nama in der damaligen Kolonie Deutsch-Südwestafrika (1904–1908), heute Namibia, sowie der Völkermord an den Armenier*innen im Osmanischen Reich (1915/16) sind Thema des Fortbildungsprogramms. Es handelt sich um Völkermorde, die Teil deutscher Geschichte sind. Es wird nach Ursachen, Zusammenhängen und Verflochtenheit gefragt.
Uns ist dabei wichtig, dass Geschichte nicht nur aus Sicht einer deutschen Geschichte erzählt wird, sondern die Erzählungen und Sichtweisen der Nachfahren miteinschließt. Historische Erzählung wird nur vollständig, wenn sie die Sicht der Betroffenen und insbesondere auch der Widerstandsperspektiven wiedergibt.

Die Ausbildung umfasst einführende inhaltliche Workshops, Methodenworkshops zu Seminaren und Stadtführungen, die Organisation von Tagungen, Aktionen zum Internationalen Genozidtag im Dezember 2017 und die Erstellung einer Ausstellung, die im März 2018 in der Galerie des August Bebel Instituts gezeigt wird.

Kooperationspartner: Museum Mitte, AKEBI e.V., Berlin Postkolonial e.V. u.a.
Es wird eine geringfügige Aufwandsentschädigung gezahlt.
Informationen und Bewerbung: Reinhard Wenzel, 
wenzel@august-bebel-institut.de, Tel. (030) 4692 129

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