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Generation Einskommafünf


Lebenswelt und Sichtweisen von türkischen
MigrantInnen der Generation Einskommafünf

Eine Video-Installation von Olcay Acet

Migration und Integration haben sich in den vergangenen Jahren zum TOP-Thema entwickelt und sind auf der politischen Agenda an höchster Stelle; inzwischen sind es nicht allein PolitikerInnen und WissenschaftlerInnen, die in den Medien dazu Stellung beziehen. Auch MigrantInnen selbst kommen immer öfter zur Wort - und zwar als VertreterInnen der „ersten“, „zweiten“ und „dritten“ Generation. Eine Gruppe, der gar keine Beachtung geschenkt wird, ist die Generation Einskommafünf - die zurückgelassenen Kinder der ArbeitsmigrantInnen.
Das Kunstprojekt nähert sich dem Thema auf der Ebene des Gesprächs, um so die individuellen Erlebnisse ins Zentrum zu rücken und dem Ausstellungsbesucher einen anderen Blick auf die Einwanderungsgeschichte zu ermöglichen. Denn in den Debatten geht es zumeist um die Frage nach dem Gelingen beziehungsweise Scheitern der Integration. Der Mensch mit „Migrationshintergrund“ wird auf individual-psychologischer Ebene kaum wahrgenommen.
Die Videoinstallation, konzipiert als Wanderausstellung, zielt auf mehrere Wirkungsebenen. Es ist - über die Auseinandersetzung mit der eigenen Biographie hinaus - eine Rekonstruktion eines vernachlässigten Aspektes der Geschichte der Zuwanderung, erzählt aus der Perspektive der Generation Einskommafünf (Oral History); die Zurückgelassenen bekommen eine Stimme und werden zum Chor an einem exklusiven Ort.
Die Ausstellung setzt sich zusammen aus fünfzehn Gesprächen, die über fünfzehn Bildschirme aus allen technischen Epochen seit 1961 laufen. Entscheidend ist, dass die aus ganz Deutschland stammenden ProtagonistInnen erzählen und ihnen zugehört werden kann.

Ausstellungsdauer: 10.11.2011 bis 01.04.2012

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