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Eskalation der Gewalt - Blutmai 1929


Polizisten treiben demonstrierende Arbeiter die Kösliner Straße entlang. 1. Mai 1929, SAPMO Bundesarchiv Im Mai 1929, zehn Jahre nach der Revolution 1918/1919, kam es in Berlin erneut zu blutigen Auseinandersetzungen zwischen Sozialdemokraten und Kommunisten. Auslöser war das Verbot von Straßendemonstrationen, das der Berliner Polizeipräsident im Dezember 1928 verhängt hatte.
Die Auseinandersetzungen machten nicht nur die Spaltung der Arbeiterbewegung offenkundig. Sie beförderten auch den Aufstieg der Nationalsozialisten. Die Kommunisten mythologisierten die Ereignisse als "Blutmai".
Für die Kabintettausstellung im Mitte Museum wurden selten gezeigte Objekte und Dokumente zusammengetragen, die das Ereignis reflektieren. Die Ausstellung rekonstruiert, wie im Mai 1929 die Gewalt eskalierte und wer die Akteure, die Profiteure und die Opfer des Geschehens waren.


Ausstellungsdauer: 9. Juni 2009 bis 31. Oktober 2010



----Publikation des Mitte Museums---- Publikation des Mitte Museums----Publikation des Mitte Museums----


"Berliner Blutmai 1929. Eskalation der Gewalt oder Inszenierung eines Medienereignisses?"
2009 herausgegeben vom Mitte Museum,  64 Seiten mit Abbildungen,
5,00 €  
(nur im Mitte Museum erhältlich - vor Ort oder auf Bestellung)

Die Publikation hinterfragt kritisch die vom Mitte Museum vorerst gewählte Formulierung von der Eskalation der Gewalt in den Maiereignissen 1929 und fragt vorrangig nach der Interessenlage der stalinistisch-kommunistischen Seite in den damaligen Geschehnissen und den daraus abzuleitenden Handlungsmotiven. Die modifizierte Bewertung bekannter Tatsachen in diesem Licht und das Aufwerfen von Fragen, die in diesen Kontext gehören, auch wenn sie nicht oder noch nicht alle quellenmäßig gesichert werden können, wird als ein Schritt dahingehend verstanden, die Ereignisse des "Blutmai" weiter zu hinterfragen und die wissenschaftliche Diskussion um bislang nicht hinreichend beleuchtete Facetten zu bereichern.

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