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Berlin - Minsk

Unvergessene Lebensgeschichten

Am 14. November 1941 und am 24. Juni 1942 wurden insgesamt 1.200 jüdische Männer, Frauen und Kinder aus Berlin in das Ghetto von Minsk und in das nahe gelegene Vernichtungslager Maly Trostenez deportiert. Die Biographien dieser Menschen waren weitgehend unbekannt, ihre Lebensgeschichten schienen vergessen.

Die junge Familie Kalischer; Peter, Else und Fritz Kalischer 1917 (von links). Quelle: Privatbesitz Maija Krapina wurde sowjetische Meisterin in Akrobatik und trat später zusammen mit ihrem Mann auf einer weißrussischen Varieté-Bühne auf. Quelle: Privatbesitz Sima Margolina 1954. Quelle: Privatbesitz

Im Jahr 2009 begannen Studierende der Humboldt-Universität zu Berlin, die Biographien dieser von Berlin nach Minsk deportierten Jüdinnen und Juden zu erforschen. Bei ihren Recherchen kamen die Studierenden auch in Kontakt mit Angehörigen, die ihnen ihre Erinnerungen mitteilten und die biographischen Nachforschungen durch Dokumente und Fotografien bereicherten. Die Ausstellung, die daraus entstand, stellt ausgewählte Biographien vor, darunter zwei belarussische Lebensgeschichten. Ausstellung, Gedenkbuch und Internetseite - www.berlin-minsk.de - leisten einen Beitrag dazu, die Lebensgeschichten verfolgter und ermordeter Jüdinnen und Juden unvergessen zu machen.

Die Ausstellung wurde in Zusammenarbeit mit dem Centrum Judaicum, der Internationalen Bildungs- und Begegnungsstätte Johannes Rau in Minsk, der Geschichtswerkstatt Minsk und der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas erarbeitet.

Maja Krapina und Mann, 1969, Quelle: PrivatbesitzBegleitveranstaltung: Do., 30. Januar 2014, um 17:00 Uhr
"Die dreifach Wiedergeborene."
Zeitzeugengespräch mit Maja Levina Krapina, Überlebende des Ghettos Minsk wir laden alle Interessenten herzlich zum Zeitzeugen-Gespräch mit Maja Krapina ein. Die Zeitzeugin wird während ihres kurzen Aufenthaltes in Berlin Gast im Mitte Museum sein und uns und Ihnen die Chance geben, ihre Sicht auf das Erlebte kennenzulernen. <mehr> 

Ausstellungseröffnung: 10 Oktober 2013, um 17:00 Uhr

Ausstellungsdauer: 13. Oktober 2013 bis 27. April 2014

Kontakt:
Humboldt-Universität zu Berlin / Institut für Geschichtswissenschaften / Lehrstuhl für Deutsche
Geschichte des 20. Jh. mit Schwerpunkt im Nationalsozialismus
E-mail: schneiderkristin@web.de und anja.reuss@ymail.com

Gefördert durch den Solidaritätsfonds der Hans-Böckler-Stiftung sowie der Abteilung der Sonderbeauftragten der Holocaust-Erinnerung, den Beziehungen zu jüdischen Organisationen und Antisemitismusfragen beim Auswärtigen Amt

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